Warum Rückverfolgbarkeit für Verpackungshersteller heute zur Pflicht wird
Hersteller von Lebensmittelverpackungen stehen zunehmend unter regulatorischem, wirtschaftlichem und kundengetriebenem Druck. Transparenz über Materialflüsse, Produktherkunft und Verarbeitung ist keine Option mehr – sie ist gesetzliche Vorgabe und zunehmend auch Qualitätsversprechen gegenüber Markenherstellern und dem Lebensmitteleinzelhandel.
Ein durchgängiges Rückverfolgbarkeitskonzept ist daher nicht nur eine technische Aufgabe, sondern eine zentrale strategische Architekturentscheidung.
Die häufigsten Fehler aus System Architektur Sicht
In vielen Projekten begegnen mir ähnliche Ausgangssituationen:
- Rückverfolgung wird nur in QS oder Produktion gedacht, nicht als durchgängiger End-to-End-Prozess
- Daten zu Chargen, Prüfmerkmalen oder Lieferungen liegen in verschiedenen Systemen (ERP, LIMS, Excel)
- Der Fokus liegt zu stark auf „Nachweispflicht“, statt Prozesseffizienz und Fehlerprävention
Unser Rat: Rückverfolgbarkeit sollte frühzeitig in der ERP-Systemarchitektur berücksichtigt werden – als tragendes Element der Wertschöpfungskette.
Empfehlung: Rückverfolgbarkeit als integrierter Prozess in der CloudSuite Industrial Enterprise
Die Infor CloudSuite Industrial Enterprise (CSI) bietet aus architektonischer Sicht die geeigneten Komponenten, um Rückverfolgbarkeit effizient, skalierbar und auditfähig umzusetzen:
1. Lot & Serial Tracking
- Rückverfolgung auf Chargen- oder Seriennummernebene über alle Produktions-, Lager- und Lieferprozesse hinweg
2. Chargenattribute & Materialmerkmale
- Möglichkeit zur Mitführung technischer, chemischer oder regulatorischer Merkmale
- Zentrale Dokumentation und Abrufbarkeit über alle Stufen hinweg
3. Verknüpfung mit Prüfprozessen
- QS-Prüfpläne lassen sich mit Aufträgen und Chargen verknüpfen
- Ergebnisse sind auswertbar und dokumentierbar – z. B. für IFS, BRC oder Kundenaudits
4. Integration in Versand & Logistik
- Alle rückverfolgungsrelevanten Daten sind beim Warenausgang verfügbar (z. B. für EDI, Kundenportale, Etiketten)
5. Transparenz im Management
Rückverfolgbarkeitsdaten sind nativ im ERP-Datenmodell verankert – keine Nachpflege oder Duplikation
Empfehlung für die Umsetzung: Architektursicher, prozessorientiert, zukunftsfähig
Wir empfehlen Verpackungsherstellern, das Thema Rückverfolgbarkeit nach folgenden Grundsätzen anzugehen:
Frühzeitige Prozessmodellierung: Identifizieren Sie alle betroffenen Bereiche – vom Wareneingang bis zur Auslieferung – und modellieren Sie den Traceability-Prozess Ende-zu-Ende.
Führende Datenquelle definieren: Alle rückverfolgungsrelevanten Informationen (Chargen, Prüfmerkmale, Zustände) sollten im ERP-System führend sein.
Standard nutzen statt Sonderlösung: Die CloudSuite bietet wesentliche Traceability-Funktionen bereits im Standard – das reduziert Implementierungsrisiken und erhöht Zukunftssicherheit.
Modular starten, skalierbar denken: Beginnen Sie mit einem Fokusprozess (z. B. Primärverpackung, QS-Eingangsprüfung) und bauen Sie auf dieser Basis stufenweise aus.
Fazit: Rückverfolgbarkeit ist Architekturaufgabe – keine isolierte Maßnahme
Für Hersteller von Lebensmittelverpackungen ist die Rückverfolgbarkeit kein IT-Modul, sondern ein integraler Bestandteil der operativen Wertschöpfung.
Die Infor CloudSuite Industrial Enterprise unterstützt diesen Ansatz – modular, industrienah und integrierbar in bestehende Systemlandschaften.
Aus Sicht der Lösungsarchitektur empfehlen wir jedem Verpackungsunternehmen, Rückverfolgbarkeit von Anfang an als strategisches ERP-Projektthema zu behandeln – es schützt nicht nur vor Risiken, sondern stärkt auch Vertrauen und Marktzugang.
Interesse an einem Architektur-Workshop zur Rückverfolgbarkeit?
Gerne teilen wir unsere Best Practices für Verpackungs- und Prozessindustrie – angepasst an Ihre Materialflüsse und Ihre regulatorischen Anforderungen mit Beispieldaten, sodass Sie ein Gefühl bekommen, wie unser Standard funktioniert und Mehrwert bringt.